Liebe Freunde OTTOs, liebe Oldtimerfreunde*,

Was konnte schöner sein?

Mehrere Faktoren trafen zusammen, um OTTO 21 zu einem der wenigen Stadtfeste zu machen, die praktisch uneingeschränkt stattgefunden haben.

Das gute Wetter, die vergleichsweise niedrige Inzidenz, die hohe Impfrate bei den Teilnehmern und ihr vernünftiges Verhalten.

An neuralgischen Punkten wurde Abstand gehalten oder die Maske aufgesetzt, und Händedesinfektion war an verschiedene Stellen möglich. Eine erwünschte aber nicht erforderliche Anmeldung bei Luca oder der Corona-Warnapp erinnerte die Besucher an die besondere Situation.

Das alles änderte nichts am unbeschwerten, familiären Charakter der Veranstaltung.

Wir waren skeptisch. Einerseits hätte die Vorsicht der Aussteller und Besucher eine verhaltene Teilnahme erwarten lassen, andererseits konnte man auch auf einen gewissen Nachholbedarf setzen.

Letzteres traf ein und übertraf alle Erwartungen. Mit weit über 350 Fahrzeugen war die Innenstadt bis weit in die Nebenstrassen mit Fahrzeugen aller Klassen und Generationen bevölkert. OTTO, das 21. war damit das bisher besucherstärkste.

Manche etwas spät kommenden Aussteller mußten sich einen Platz suchen oder einmal durch die Stadt fahren. Da war zwar mühsam, aber bot maximale Aufmerksamkeit. Als Oldtimerbesitzer freut man sich nämlich, wenn man selbst oder das Auto oder am liebsten beide bewundert werden.

Von der Ladefläche eines Magirus Deutz Pluto, gelenkt von den Freunden des PS-Speichers in Einbeck, wurde OTTO, das 21. eröffnet. OTTO-Organisator Stefan Kull, dankte der Ordnungsbehörde der Stadt für ihre Unterstützung und den vielen Besuchern und Ausstellern für ihr Kommen. Bürgermeister Jens Augat freute sich zusammen mit dem Vorsitzenden des Vereins für Tourismus und Marketing Marco Gömann über den großen Zuspruch.

Neben dem bewährten OTTO-Team, daß seit Jahren dafür sorgt, daß die Organisation reibungslos läuft, wurden wir diesmal von Aktiven des VfR Dostluk Osterode unterstützt. Ihnen allen herzlichen Dank. Sicherheit geht nämlich vor. Daher geht OTTO in der Innenstadt nur, wenn Rettungswege freigehalten werden. Dazu sind Einweiser und „Ordnungskräfte“ erforderlich, die ein- bzw. Stellplätze zuweisen.

Die Mischung machts. Sich wiedersehen und gesehen werden, Austausch zwischen Oldtimerbesitzern, Cafébesuch, Einkaufsbummel oder nur unbeschwerter Sonntagsausflug. Das glauben wir, macht den Charme von OTTO aus. Fast könnte man sagen: Der Mangel an großen Attraktionen macht OTTO attraktiv.

Trotzdem sind wir für Neues offen. Schreibt uns bitte, was Eurer Meinung bei OTTO fehlt oder besser gemacht werden könnte.

Wir glauben, daß gerade diese unsere Art von Oldtimertreffen Ihren Reiz hat. Der Besucher findet neben „alten Autos“ auch manchen Exoten oder ein seltenes Stück. Man meint, alle zu kennen, schon mal gesehen zu haben und plötzlich fällt einem ein Fahrzeug auf, das noch nie oder noch nie in dieser Ausführung zu finden war.

Noch nach Jahren erinnert man sich, wie die Instrumente und anderen Anzeigen aussahen und angeordnet waren, oder man erkennt sie wieder. Ja, es ist gewissermaßen der vertraute Blick des Autos, das man gefahren hat, mehr noch als die Karosserie, die Fahrzeugfront. Manche haben im Laufe ihres Lebens mehr auf einen Tacho als in das Gesicht einer Frau gesehen. …..Ich schweife ab.

Besonders gefreut hat uns die Teilnahme vieler Neubesucher. Zeigt es doch, daß trotz der vielen anderen Oldtimertreffen, die es im Umkreis gibt, OTTO eine spezielle Anziehungskraft auszeichnet

Zu den treuesten der Treuen gehört die „Kleine Göttinger Oldie Runde“ die auch wieder mit über 25 Fahrzeugen vertreten war.

Die traditionelle Tombola war wieder ein Fest vor allem für Schnäppchenjäger. Schon vor 14 Uhr waren alle Lose ausverkauft. Alte OTTO-Besucher wissen nämlich, daß man, neben allerlei „Wichtel“, so manches Wertvolle oder Brauchbare oder Schöne gewinnen kann.

Der Erlös, jeweils 600 Euro gingen, wie immer an den Hospizverein und an die Opferhilfsorganisation WEISSER RING.

Nicht viele wissen: Eines von den zwei T s in OTTO steht für Taxi. Daher lädt André, OTTOne der ersten Stunde und Sammler hellelfenbeinfarbener Fahrzeuge, Kollegen aus ganz Deutschland zu einem Wochenende nach Osterode ein. Auf dem Martin- Lutherplatz fanden sie sich bei OTTO zusammen. Einem Opel Kapitän Baujahr 1957 galt besondere Aufmerksamkeit. Für Transporte von Großfamilien, die unbedingt gemeinsam fahren wollen, war ein S210 6-Türer zu sehen, übrigens einer der letzten von 3, die je gebaut wurden.

Zusammengefaßt: Schön war’s!

Wie soll es dieses Jahr werden?Natürlich sind wir fest entschlossen, OTTO das 22. durchzuführen. Das wird nur möglich sein, wenn die Infektionslage es zuläßt. Deren Entwicklung hängt vor allem von unserem gemeinsamen Verhalten ab. Jeder möge seinen Egoismus hintanstellen. Was als Mögliches und Hilfreiches zur Verbesserung der Situation angeboten wird, sollten wir nutzen!

Wir werden Euch auf dem Laufenden halten und zur gegebenen Zeit per email und auch hier auf der Webseite über den Stand der Dinge informieren.

Sonntag, den 4. September 2022 freizuhalten, empfehlen Euch daher

Stefan & André

 

* Oldtimerfreunde und OTTOnen sind Menschen aller Geschlechter, die sich dem Oldtimertreffen in Osterode verbunden fühlen. Insofern ist es auch nicht nötig, genderwahnsinnig auch OTTOninnen anzusprechen oder Sternchen zu verteilen. Die BMW Isetta ist auch keine Oldtimerin, sondern wie der Ponton-Mercedes ein Oldtimer! Soviel und nicht mehr zu einer unguten Sprachentwicklung, die von wirklichen Diskriminierungsproblemen ablenkt!